Gregor Young Talent Calendar Award entschieden

Der Graphische Klub Stuttgart und seine Partner lobten in diesem Jahr erstmals den Förderpreis GREGOR YOUNG TALENT CALENDAR AWARD aus, ein Nachwuchswettbewerb für junge Gestalter. Der Gestaltungswettbewerb richtete sich an Studierende und Auszubildende bis 28 Jahre und soll als Starthilfe für besonders begabte Nachwuchskräfte im Bereich der Kalender-Gestaltung dienen. Mit dem GREGOR YOUNG TALENT CALENDAR AWARD möchte der Graphische Klub Stuttgart den kreativen Nachwuchs fördern und hoffte auf spannende neue Ideen des Kalenderschaffens, die zur Reflexion über den Kalender in unserer Zeit anregen.

 

Der Wettbewerb ist entschieden, hier stellen wir die Gewinner vor.

Der 1. Preis wird mit 1.000€ Fördergeld honoriert.
Sonnenaufgangskarte, Julian Marburger, Hamburg

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Jurykommentar: Den Ausschlag für den ersten Platz gab für die Jury das außergewöhnliche Konzept gepaart mit einem herausragenden Design, das dem Anwender den Blick über den Horizont und damit ganz neue Perspektiven eröffnet. In einem Bild zusammengefasst werden Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge in allen Hauptstädten der Welt sehr künstlerisch mittels Zahlen und Licht visualisiert. Die Jury begeisterte nicht nur die hohe Ästhetik sondern auch die mögliche Interaktivität, die dieses Konzept auszeichnet. Während in Berlin, Stuttgart oder München sich unser Tag dem Ende neigt, geht die Sonne an anderen weit entfernten Orten gerade auf. Hier kann man die Bewegung der Zeit rund um die Welt global wahrnehmen.

 

Der 2. Preis wird mit 500€ Fördergeld honoriert.
SMEREN & INPACKEN – Der Brottüten-Kalender, Lisa Lenkersdorf, Hamburg

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Jurykommentar: 365 Tüten für ein gesundes norddeutsches Frühstück. Alle aus Butterbrotpapier, liebevoll mit maritimen Motiven illustriert und jede Tüte schmückt ein anderes Motiv. Dieses Kalenderkonzept hätte, wenn es denn hoffentlich realisiert wird, einen ganz praktischen Nutzen. Es macht Kindern wie Erwachsenen Lust, sich wieder ein gesundes Pausenbrot zu schmieren. Gesundheitserziehung durch Ideenvielfalt und die garantierte tägliche Freude an den schön illustrierten Unikaten.

 

Die folgenden Preise 3 bis 5 werden mit jeweils 250€ honoriert.

APP – Terminlieb, Tim Kretz, Mannheim

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Jurykommentar: Ein digitales Tagebuch als Stimmungsaufheller. Man kann mittels einer App seinen Terminen beispielsweise Vorfreudepunkte vergeben und sie ebenso rückwirkend bewerten. Visualisiert werden unsere Bewertungen durch hellere oder dunklere farbige Punkte auf der Oberfläche unserer Mobile Devices. Mit dem digitalen Tagebuch gibt man sich selbst ein Feedback und regt damit die Selbst-Reflektion seines Tuns, mit den positiven ebenso wie mit manchen negativen Erfahrungen, an. Wie war mein Monat, wie war mein Jahr? Wie positiv und wie bunt ist mein Blick auf die Welt?

 

Fractura Calendar, Fabian Kirst, Erfurt

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Jurykommentar: Ein Kalenderkonzept, das sich der abendländischen Geschichte der Typografie widmet. Die Frakturschrift ist in etwa so alt wie unser gregorianischer Kalender. Dieses Konzept ist geradezu die Gegenposition zum digitalen Kalender. Ganz klassisch analog zu nutzen, ist ein wunderschönes Objekt für alle Liebhaber von Schriftkultur gelungen, sehr liebevoll und mit großem Aufwand gestaltet, ergänzt durch schöne und erläuternde Texte.

 

The Longest Dream, Konrad Mannheimer, Glinde

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Jurykommentar: Das Konzept „The Longest Dream“ ist ein Zwischending zwischen Uhrzeit und Zeitstrahl. Der Jury gefiel dieses Meditationsobjekt ausnehmend gut. Mit ihm kann man das Verstreichen der Zeit über 24 Stunden sichtbar machen und an der Dicke der Rolle sehen wir, wie das Jahr voranschreitet.

 

Den Siegern winken eine öffentliche Plattform und beste Kontakte in die Werbe-, Verlags- und Druckbranche, sowie die Veröffentlichung ihrer Arbeiten im Gregor Kalenderjahrbuch 2017. Außerdem werden die Arbeiten auch bei der größten Kalenderpräsentation der Welt gezeigt – der gregor international calendar award Ausstellung in Stuttgart. Die Preise werden im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 26. Januar 2017 in Stuttgart überreicht.

 

young_talent_jury_600pxDie Jury von links nach rechts: Ulrich Lobstädt; imageservice Werbeagentur, Friedrich Müller; Graphischer Klub Stuttgart, Monika  Mundkowski-Vogt; Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Andreas Langen; die arge lola, Melanie Erlewein; Verband Druck und Medien in Baden-Württemberg e. V.,  Jürgen Preuß; Graphischer Klub Stuttgart.

Der Nachwuchswettbewerb GREGOR YOUNG TALENT CALENDAR AWARD war für alle Gestaltungsbereiche offen. Teilnahmeberechtigt waren Studenten und Absolventen kreativer Fachrichtungen an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Berufsakademien, Berufskollegs, Privatschulen und an dualen beruflichen Ausbildungsgängen. Es konnten Diplom- und Abschlussarbeiten ebenso wie Semesterarbeiten oder freie Arbeiten eingereicht werden.

Die Bewertung erfolgte nach Kriterien wie kreatives Konzept, Gestaltung, Typografie, Funktion, Gebrauchswert, Benutzerführung, technische Realisierbarkeit, funktionale Innovation und wirtschaftliche Verwertbarkeit. Es zählte aber auch die Qualität der Präsentation.

Der Wettbewerb des Graphischen Klubs Stuttgart e.V. und seinen Partnern verfolgt keine Gewinnerzielungsabsichten, er ist ausschließlich dem Gemeinnutz verpflichtet.

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